Die Schweizerische Zollverwaltung ist dabei, ihre Abläufe zu vereinfachen und zu rationalisieren. Ein Eckpfeiler ist dabei die Ablösung der Formulare durch eine elektronische Lösung. Im Bereich Export wurde dazu vor einiger Zeit das Projekt IDEE (Ideale Elektronische Exportabwicklung) aufgegleist. Daraus entstand das Produkt e-dec Export. Parallel dazu wurde auch die Importlösung e-dec Import entwickelt.
Beim neuen Verfahren e-dec Export erfasst der Exporteur oder der Spediteur die exportrelevanten Daten in seinem e-dec - System und sendet diese an die Zollverwaltung. Innert Sekunden erhält er vom Zoll eine elektronische Antwort. Wenn die Anmeldung in Ordnung ist, liegt der Antwort ein PDF mit einer Ausfuhrliste für die Waren bei. Falls die Anmeldung vom Zoll nicht akzeptiert wird, erhält der Absender eine Fehlermeldung und kann die Anmeldung korrigieren. Die Ausfuhrliste kann nachträglich geändert werden. Mit den Waren und der Ausfuhrliste wird die Exportsendung danach beim Zoll abgefertigt. Der Zoll liest die Ausfuhrliste mit dem Barcode elektronisch ein und erhält dann vom System eine Freigabe oder eine Sperre. Bei der Sperre erfolgt eine Revision der Exportsendung durch Kontrolle der Dokumente oder Kontrolle der Waren.
Nach der Ausfuhr erhält der Anmelder innert 1 bis 4 Tagen eine elektronische Veranlagungsverfügung eVV. Diese neue elektronische Veranlagungsverfügung eVV (ehem. Ausfuhrdeklaration) muss während 10 Jahren mit Signatur, Zertifikat und Prüfprotokoll elektronisch archiviert werden.
Zur Vereinfachung seiner Abläufe hat der Zoll das System e-dec Export entwickelt. Dieses funktioniert jedoch nur zollseitig. Der Exporteur oder Spediteur benötigt zur Kommunikation mit dem Zollsystem eine eigene Software. Davon gibt es seit 2008 Jahren Programme für Grossexporteure und seit 2010 auch für KMU auf dem Markt.
Jeder Exporteur, Spediteur und Dienstleister erhält vom Zoll auf Antrag eine sog. TIN-Nummer (Trader Identification Number). Diese TIN-Nummer ist der Schlüssel zur Kommunikation mit dem Zoll.